Verein

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Wie so viele Erfolgsstorys beginnen, bedurfte es einer Idee. Aus ihr wurde Wirklichkeit!!! …

 

Es war im Sommer des Jahres 1991, als sich einige pferdebegeisterte Familienväter mit ihren Frauen zusammenschlossen und sich die Frage stellten, weshalb ihre Kinder für Reitvereine aus der Umgebung starten sollten, wo es doch ursprünglich in der beschaulichen Gemeinde Holdorf, am Rande des Erholungsgebietes der Dammer Berge, einen Reit- und Fahrverein gegeben hatte?

 

Noch im Juni desselben Jahres fasste man den Entschluss, den R.u.F. Holdorf neu zu gründen. Dieser Entschluss wurde direkt in einer ordentlichen Generalversammlung umgesetzt. Die politische Gemeinde Holdorf unterstütze diese Neugründung von Beginn an. Sie zeigte sich großzügig und überließ dem jungen Verein ein 2 ha großes Areal, sowie eine Sandkuhle der gleichen Größe in unmittelbarer Nachbarschaft des Heidesees  um sich entwickeln zu können.

 

Zahlreiche fleißige, ehrenamtliche Helfer, mehr oder weniger pferdebegeistert, machten sich sodann ans Werk. Das neue Vereinsgelände wurde umzäunt und im darauf folgenden Jahr wurde bereits das erste Fahrturnier und auch ein Reit- und Springturnier veranstaltet.

 

Die Zahl der ordentlichen Mitglieder, ob alt, ob jung, wuchs zusehends. Immer mehr Aktive suchten den Anschluss in Holdorf und es wurde der Ruf nach einer eigenen Reithalle laut.

 

Durch eine glückliche Hand und mit viel Weitsicht des damaligen Bürgermeisters Josef Wernke wurde das Grundstück noch einmal getauscht. Man erhielt eine noch größere und näher zum Ort gelegene Fläche von der Gemeinde Holdorf. Für seinen Einsatz wurde Josef Wernke später zum Ehrenmitglied des Vereines ernannt.

 

Im April 1994 waren alle Planungen abgeschlossen. Man begann voller Elan mit dem Bau der vereinseigenen Reithalle. Schon im November 1994 hatte man es in einem enormen Kraftakt vollbracht. Unzählige freiwillige Stunden waren geleistet worden. Und dann betrat das erste Pferd die neu errichtete Stallgasse. Ein imposanter Apfelschimmel, das letzte Kind des Vollblüters Cardinal xx, gemeinsam mit seinem Besitzer Kurt Statz. Die Stallgasse heißt heute Alfredgasse. Benannt ist sie nach dem zweiten Ehrenmitglied des Vereines Alfred Helms, der ebenso wie das dritte Ehrenmitglied Rudolf Ziehten unermüdlich für das Wohl des Vereines gestrebt hat.

 

In den darauf folgenden Jahren wurde im Frühjahr jeweils ein Fahrturnier sowie im Spätsommer ein Reit- und Springturnier in den Klassen E – M ausgetragen. Die Turniere genossen von Jahr zu Jahr mehr Aufmerksamkeit in der Region.

 

Im Dezember 2001, auf dem 80. Geburtstag von Paula Vorwerk ( Cappeln ) der Granddame des Oldenburger Pferdes, kam es zu einer folgenschweren Begegnung. Der Vorsitzende des Reitverein Oldenburger Münsterland Josef Klaphake und Dr. Aloys Brand freundeten sich zu spätere Stunde in geselliger Runde mit dem Gedanken an, ein gemeinsames Event auszurichten. Ein Turnier für die Region und darüber hinaus. Ein Turnier bis zur schweren Klasse, Spitzenreitsport am Heidesee…

 

Die Oldenburgische Volkszeitung titelte im August 2002 dann: „ Zuschauer-Run zu groß für Kuchentheke/ Scheichs kauften Fotos auf/ Grosser Preis an Sosath!!!

 

Man hatte es geschafft. Der Hengsthalter und Spitzenreiter Gerd Sosath gewann mit Lordanus den ersten Großen-Preis von Holdorf. Auf Platz zwei folgten Gaby Klaphake und Joachim Heyer auf Platz drei. Das Mannschaftsspringen gewann der RuF Holdorf. Zahlreiche Größen der Szene tummelten sich fortan am Heidesee. Reiter aus Brasilien, Japan, Katar, Holland, Schweden und Luxemburg sattelten ebenso ihre Pferde, wie heimische Spitzenreiter, z.B. Gilbert Böckmann, Rolf Moormann, Mario Stevens, Alois Pollmann-Schweckhorst, Luciana Diniz, Phillip Weishaupt, Henrik von Eckermann, Andreas Kreuzer, Florian Meyer zu Hartum, Christina Sprehe oder Jan Wernke.

 

Eine ebenso erfolgreiche Geschichte schreibt das Fahrturnier. Verschiedene Meisterschaften wurden ausgefahren, auf dem Vereinsgelände oder umher in den schönen Wäldern der Region. Qualifikationen zum Bundeschampionat wurden abgehalten. Internationale Größen wie Rainer Duen, Daniel Schneiders oder Christoff Sandmann starteten ebenso, wie die Holdorfer Spitzenfahrer Sherin Macke, Sarah Borgmann, Daniel Kampers oder Peter Borgmann.

 

Mittlerweile ist die Mitgliederzahl auf über 400 anstiegen. Zahlreiche Investitionen in die Zukunft wurden getätigt, eine Strohhalle gebaut und die Reithalle im Jahre 2008 auf 90 m Innenmaß erweitert. Ein Schwelbrand im Baustellenbereich am 05.Oktober 2008 unterbrach für einen Moment die Erfolgsgeschichte des Vereines. Einige Pferde mussten unter tragischen Umständen ihr Leben lassen. Doch man hat niemals aufgegeben. Nach dem Motto „Tradition-Passion-Vision“ setzt man die Arbeit Jahr für Jahr fort.

 

Der Reit- und Fahrverein Holdorf lebt, nicht zuletzt wegen seine zahlreichen jungen Mitglieder, der Mädchen und Jungen, die hier ihre Freundschaft und Beigeisterung zum Pferd erleben können.